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Asiatische Anleihen sind kein Nischenmarkt mehr

Asiatische Anleihen sind kein Nischenmarkt mehr
13.04.18

• Das Volumen des asiatischen Anleihemarktes nähert sich der Marke von einer Billion US-Dollar (887 Milliarden US-Dollar zum 31.03.18) und ist damit keine Nischenanlageklasse mehr. • Asiatische Anleihen sind trotz erhöhter Marktschwankungen zu Beginn des Jahres 2018 dank ihrer geringeren Zinssensitivität relativ widerstandsfähig geblieben. • Die Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China war übertrieben. • Die asiatische Anleihestrategie in Hartwährung von NN Investment Partners hat in neun aufeinanderfolgenden Jahren ihre Benchmark übertroffen.

Joep Huntjens, Head of Asian Debt bei NN Investment Partners:

Es gibt gute Gründe, die für eine Anlage in asiatische Anleihen in Hartwährung sprechen. Internationale Anleger sind in dieser schnell wachsenden Region, die mehr als 35% an der globalen Wirtschaftsleistung ausmacht, jedoch immer noch unterinvestiert.

Da sich die Marktkapitalisierung asiatischer Anleihen der Marke von einer Billion US-Dollar nähert (887 Milliarden US-Dollar zum 31.03.18[1]), bietet die wachsende und reifende Anlageklasse zunehmend Anlage- und Diversifizierungschancen. Nach dem jüngsten Renditeanstieg der Anlageklasse erwarten wir in den kommenden zwölf Monaten eine Gesamtrendite von 4,5% bis 5,0% in US-Dollar.

Asiatische Unternehmensanleihen sind zudem weniger anfällig für Veränderungen der internationalen Anlegerstimmung, da die meisten Neuemissionen lokal von asiatischen Anlegern absorbiert werden, die der Anlageklasse gewogen sind. Obwohl die Märkte im ersten Quartal 2018 aufgrund der Sorgen über die US-Inflation und einen Handelskrieg zwischen den USA und China volatil waren, erwiesen sich asiatische Unternehmensanleihen als recht widerstandsfähig. Der Markt machte in den ersten drei Monaten des Jahres geringere Verluste (-1,37%) als Staatsanleihen aus Schwellenländern in Hartwährung (-1,78%) und US-Anleihen mit Investment Grade (-2,32%)[2].

Das lag zum Teil daran, dass asiatische Anleihen eine geringere Zinssensitivität aufweisen als andere Anlageklassen. Darüber hinaus haben wir eher geringe Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen eines möglichen Handelskriegs zwischen den USA und China – und das aus drei Gründen: Erstens ist Chinas Exportabhängigkeit in den vergangenen zehn Jahren von 37% auf 20% des Bruttoinlandsprodukts gesunken[3]. Zweitens repräsentieren die geplanten US-Zölle auf Importe in Höhe von 50 Milliarden USD nur etwa 2,2% der chinesischen Gesamtausfuhren und 1,7% der US-amerikanischen Gesamteinfuhren, was die direkten Auswirkungen auf diese Volkswirtschaften begrenzt. Zu guter Letzt sind die größeren Sektoren im asiatischen Anleiheuniversum, insbesondere die Immobilienbranche und staatliche Öl- und Gasproduzenten, tendenziell auf den Heimatmarkt ausgerichtet und werden durch die Inlandsnachfrage und die Politik in den asiatischen Staaten bestimmt.

Fazit: Asien ist zu bedeutend geworden, um ignoriert zu werden, und der asiatische Anleihemarkt besitzt sehr attraktive risikoadjustierte Renditeeigenschaften. Er bietet nicht nur beträchtliche Diversifizierungsvorteile, sondern auch niedrige Ausfallraten. Aufgrund der starken Fundamentaldaten der Region würden internationale Anleger unserer Ansicht nach gut daran tun, ihre Allokation in asiatische Hartwährungsanleihen zu erhöhen.

Quellen:
[1] JPMorgan Asia Credit Index, 31. März 2018.
[2]Asiatische Unternehmensanleihen = JACICOTR Index; Staatsanleihen aus Schwellenländern in Hartwährung = JPEGCOMP Index; US-Anleihen mit Investment Grade = LUACTRUU Index.
[3] Weltbank, März 2018.

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Über den Autor

Joep Huntjens

Joep Huntjens

Head of Asian Fixed Income

Erfahrung seit 1996

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