Impact Investing in sanitäre Grundversorgung: Innovative Geschäftsmodelle für bessere Gesundheit in Schwellenländern

Impact Investing in sanitäre Grundversorgung: Innovative Geschäftsmodelle für bessere Gesundheit in Schwellenländern
27.11.18

• Weltweit haben 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sanitären Grundversorgung wie z. B. Toiletten, was gravierende Folgen für die Gesundheitsbedingungen in vielen Ländern hat • Investitionen in Unternehmen, die eine sanitäre Grundversorgung ermöglichen, eröffnen Anlegern die Möglichkeit, einen positiven Impact und zugleich eine gute Rendite zu erzielen • NN Investment Partners (NN IP) investiert in Unternehmen mit starken und innovativen Geschäftsmodellen, die bahnbrechende Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bieten

Weltweit haben 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zur sanitären Grundversorgung wie z.B. Toiletten. Die Vereinten Nationen haben sich dieses gravierenden Problems angenommen und „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ als sechstes Ziel in ihre 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) aufgenommen. Einem Report über die „tatsächlichen Sanitärkosten“ der LIXL Group Corporation* zufolge kosteten unzureichende Sanitäreinrichtungen die Welt alleine im Jahr 2015 rund 223 Milliarden US-Dollar. Das sind im Durchschnitt 0,9% des jährlichen Bruttoinlandsprodukts der Länder, die von mangelnden Sanitäranlagen betroffen sind. Vor fünf Jahren lag diese Zahl noch bei 0,7%. Indien war 2015 mit einer Belastung von 107 Milliarden US-Dollar oder rund 5% seines Bruttoinlandsprodukts am stärksten betroffen. Unzureichende sanitäre Einrichtungen bedeuten Gesundheitsprobleme und hohe wirtschaftliche Verluste. Aktienanleger können in diesem Bereich eine positive Wirkung – einen Impact – und gleichzeitig gute Renditen erzielen.

Für Investoren sind Unternehmen aus dem Privatsektor interessant, die innovative und wirtschaftlich solide Geschäftsmodelle besitzen, um eine bessere sanitäre Grundversorgung zu fördern und in Ländern wie Indien gesundheitsbezogene Produkte zugänglich zu machen. Hier gibt es viele Projekte und Anlagemöglichkeiten.

Dazu zählt beispielsweise das Unternehmen Hindustan Unilever (HUL), das Projekte in den Bereichen Wasserrecycling und Hygiene unterstützt. Im Jahr 2015 trat HUL beispielsweise der staatlichen Initiative „Sauberes Indien“ bei. 2016 eröffnete HUL das Suvidha-Zentrum, das erste von hoffentlich vielen Gemeinde-Hygiene-Zentren in Indien. Das Zentrum stellt der Gemeinde Toiletten, Waschbecken, Duschen, Waschmaschinen und Trinkwasser zur Verfügung. Diese Initiative hilft HUL, schneller zu wachsen, seine Reputation zu stärken und Menschen in Regionen zu erreichen, die bisher für das Unternehmen nicht erreichbar waren.

Das indische Unternehmen Godrej Consumer ist ein weiteres Beispiel: Die Firma verdankt ihren Erfolg der Produktion hochwertiger grüner Produkte für Endverbraucher, darunter der marktführende papierbasierte Mückenschutz „Good Knight Fast Card“. Ebenfalls erwähnenswert ist die japanische Lixil Group mit ihrer „Safe Toilet“. Sie wurde als kostengünstige Lösung entwickelt, um die Hygienebedürfnisse von Menschen in wasserarmen Regionen vor allem in Schwellenländern zu erfüllen. Die Bauweise dieser sehr preiswerten Toilette wurde an die lokale Sanitärinfrastruktur und die lokalen Wasserressourcen in Schwellenländern angepasst. Sie benötigt für den Spülvorgang nur einen halben Liter Wasser. Zum Vergleich: Ein typisches WC in Japan verbraucht rund vier Liter Wasser pro Spülung. Das Marktpotenzial ist enorm: Lixil plant, eine Million Toiletten in Indien zu verkaufen, was nicht ehrgeizig klingt, wenn man bedenkt, dass dort schätzungsweise 600 Millionen Menschen keinen Zugang zu Toiletten haben. Das Unternehmen hat seine Toiletten bereits in 10 Ländern eingeführt und plant bis 2021 die Entwicklung von über 100 verwandten Produkten, wie z. B. Waschbecken.

Huub van der Riet, Lead Portfolio Manager Impact Investing bei NN Investment Partners: „Bei der sanitären Grundversorgung geht es darum, die Gesundheit auf lokaler Ebene zu fördern, indem man ein sauberes Umfeld bereitstellt und den Kreislauf sich verbreitender Krankheiten durchbricht. Gute sanitäre Einrichtungen werden zweifellos eine positive Auswirkung auf die Wirtschaftsleistung der Schwellenländer haben. Eine Anlage in Projekte und Unternehmen, die dies fördern, bietet Investoren eine gute Möglichkeit, positive gesellschaftliche Veränderungen weltweit zu unterstützen und attraktive Renditen zu erzielen.

Der NN (L) Global Equity Impact Opportunities Fonds investiert in Aktien von Unternehmen, die neben einem finanziellen Ertrag bewusst auch bahnbrechende und umfassende Lösungen für wichtige globale Herausforderungen bieten. Die Unternehmen, in die NN IP investiert, haben üblicherweise sehr innovative Geschäftsmodelle, gute Gewinne und solide Wachstumsaussichten und zeigen echtes Potenzial, ihr Umfeld positiv zu verändern. Firmen, die Produkte entwickeln, um die negativen Folgen unzureichender Sanitäranlagen auf die Gesundheit zu mildern, stellen für Impact-orientierte Investoren eine hervorragende Chance dar.“

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Über den Autor

Huub van der Riet

Huub van der Riet

Lead Portfolio Manager

Erfahrung seit 1995

Huub van der Riet blickt auf über 20 Jahre in der Investmentbranche zurück.

Seine Expertise bei NN Investment Partners stellt er seit 2001 als Fondsmanager für verschiedene europäische Aktienfonds unter Beweis.

Weitere Stationen als Portfoliomanager und Analyst waren AEGON Asset Management und ABN AMRO Asset Management.

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